Testaufbau Teil 1

Nachdem ich das Buch von Stefan Heinle (siehe hier) durchgearbeitet hatte, wollte ich natürlich auch etwas praktische Erfahrung sammeln. Dafür bietet sich an einen kleinen Testaufbau zusammenzubauen. Dies kann man mit KNX sehr einfach und gut bewerkstelligen. Man kauft sich eine kleine Grundausstattung, platziert sie auf eine MDF-Platte und verkabelt alle Komponenten. Anschließend kann das kleine System auch parametrisiert werden.

Für meinen ersten Testaufbau wollte ich einen einfachen Taster um zwei Steckdosen schalten können. Desweiteren wollte ich die IP-Schnittstelle (Verbindung des KNX-Bus-Systems an das lokale Netzwerk) selber mit einem Raspberry Pi erstellen. Dazu gibt es aber einen separaten Artikel und eine Anleitung.

Wichtiger Hinweis: Wenn ihr mit so einem elektronischen System mit Netzspannung arbeitet, solltet ihr dies nur machen, wenn ihr entsprechend geschult seid oder Unterstützung von einem Elektriker habt. Bei mir hat mich ein gelernter Elektriker aus der Familie unterstützt. Als Laie sollte man nicht mit Netzspannung spielen, da sonst Lebensgefahr besteht.

KNX-Komponenten meines Testaufbaus

Also welche Komponenten brauche ich nun für meinen Testaufbau. Ich verwendet hierfür bevorzugt Komponenten der Firma MDT aus Deutschland, welche ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis für KNX-Komponenten haben.

Folgende Komponente habe ich nur gekauft:

Ich habe mich für eine Spannungsversorgung mit 960mA entschieden. Im Schnitt kann man sagen, dass jeder Teilnehmer des Buses ca. 10mA benötigt und ich somit ca. 96 Teilnehmer mit der Spannungsversorgung bedienen könnte. In der Regel sollten für ein Einfamilienhaus auch 640mA reichen. Die Diagnosefunktion war nur 30 Euro teurer, so dass ich sie einfach mal mitgenommen habe. So richtig habe ich mich damit aber nicht beschäftigt.

Zusätzlich habe ich einen Schaltaktor mit Strommessung gekauft. Diese sind deutlich teurer als ohne Strommessung, aber im Haus möchte ich eh einen Schaltaktor mit Strommessung haben, damit ich damit einige Verbraucher überwachen kann.

Als Taster habe ich mich für den wirklich schönen Glastaster von MDT entschieden, der eine integrierte Temperaturmessung hat.

Für die IP-Schnittstelle, also die Verbindung des KNX-Bus zum lokalen Netzwerk, kann der IP-Router von MDT MDT SCN-IP100.02 IP Router verwendet werden. Ich werde diese Schnittstelle aber mit einem Raspberry PI 2 + TPUART-Schnittstelle realisieren. Das sind dann nochmal Kosten von ca. 140 Euro (MDT Komponente ca. 230 €). Dazu werde ich wie beschrieben aber noch eigene Artikel und Anleitung erstellen.

Insgesamt habe ich für diese drei Komponenten folgendes bezahlt:

  • Spannungsversorgung: 234 €
  • Schaltaktor: 254 €
  • Glastaster: 103 €

Weitere Komponenten

Damit der Testaufbau komplett ist, benötige ich noch ein paar weiter Komponenten und Werkzeuge, um den Testaufbau zusammenzubauen. Dazu die folgende Liste ohne Preise:

  • Zwei Schuko-Steckdosen für die Hutschiene
  • Zwei Hutschienen zur Montage auf der MDF-Platte
  • EIB-Y(St)Y 2x2x0,8 Buskabel
  • NYM-J 3×1,5 Stromkabel
  • Jokari 20050 Abisolierzange Super 4 plus
  • Jokari Secura Super Entmanteler No. 15

Fertige Testaufbau

Testaufbau - Teil1